Testbericht Phoenix-Vorfächer
von Maik Lippold

Nachdem ich die Vorfächer sechs Tage am Wasser der Weißen Elster im Vogtland getestet habe, bin ich absolut überzeugt von den Phoenix-Vorfächern.

Ich fische ein superfeines Vorfach an meiner Greys GS2 Schnurklasse 2 in Verbindung mit einer Hardy-Fliegenschnur DT 2. Vor allem an dieser leichten Kombination ist es eine wahre Freude, mit diesen Vorfächern zu fischen. Die 16-er und 18-er Trockenfliegen “schweben“ so supersanft auf die Wasseroberfläche - ein Genuss!

Ich hätte nie gedacht, dass es solch einen Unterschied macht, ob ich ein gezogenes Monofil nutze oder ein geflochtenes Nylonvorfach. Das Abrollverhalten beim Ablegen ist wie aus einem Guss.

An der Elster war durch das Hochwasser der letzten Wochen viel Totholz liegen geblieben, was Hänger unumgänglich machte. Nach den “Befreiungen“ sind die Vorfächer unversehrt. Die typischen Knicke der Monofil-Vorfächer suchte ich vergebens. Auch ist mir aufgefallen, dass ich fast keinen Knoten mehr im Vorfach hatte, und wenn sich doch mal einer einschummelte, konnte ich ihn mit etwas Ruhe leicht lösen und weiterfischen.

Lebensdauer

Die Vorfächer mit Doppelschlaufe sind nach sechs Tagen am Wasser fast neuwertig - definitiv ein Unterschied zu den monofilen Vorfächern. Ich hatte mir vor zwei Jahren zu meiner Thebault-Seidenschnur DT 5 ein Phönix-Vorfach mit einfacher Schlaufe bei Herrn Janousch gekauft. Dieses fische ich unverändert an meiner im Eigenbau gefertigten Gespliessten Klasse 4/5 auf einer Hardy Bougle MK IV. Dieses Vorfach hat mich schon viele Tage am Wasser begleitet und mir zahlreiche gute Fische eingebracht.

Fazit

Ich kann die Phoenix-Vorfächer mit Einfach- oder Doppelschlaufe vorbehaltlos empfehlen. Was Haltbarkeit, Präsentation und Verarbeitung angeht, sind sie meine derzeitigen Top-Favoriten.

Maik Lippold, Oberpframmern

 

Furled Leaders 330