Die beste Zeit zum elektrischen Abfischen unserer Gewässer

So langsam neigt sich das Fischerjahr dem Ende zu. Es ist ruhig geworden am Wasser, keine Paddler, keine Kinder, und die Badesaison ist vorbei. Eine gute Zeit, um unsere Gewässer elektrisch abzufischen.

Vor allem die großen Hechte sind Killermaschinen, und in vielen tiefen Gumpen stehen sie und lauern auf die Forellen. Ein Hecht mit 60 cm kann andere Fische mit 30 cm und länger fressen. Wenn Sie mal zusammenzählen, was da innerhalb eines Jahres verspeist wird, dann fällt es leicht, ein paar Fischerfreunde von der Notwendigkeit des E-Abfischens zu überzeugen.

Aber Achtung: In Deutschland ist das Elektrofischen bzw. die Pulsfischerei oder E-Fischen nur unter besonderen Voraussetzungen möglich. Hierzu gehören eine Prüfung als Elektrofischer, eine Genehmigung der Fischereibehörden und die Beachtung der VDE-Vorschriften. Eine Liste dieser Normen finden Sie hier

Ausrüstung

Was Sie benötigen, sind ein stabiles Boot und ein gutes Elektrogerät. Das Gerät sollte eine ausreichende Leistung aufweisen. Wenn das Wasser tief und schlammig ist, brauchen Sie ein starkes Gerät, denn dann geht viel Strom verloren, Mir ist es einmal passiert, dass ich mir ein zu schwaches Gerät ausgeliehen hatte. Der Erfolg war ein einziger Fisch, der im kiesigen Wasser gefangen wurde.

Der Apparat ist schwer, daher sollte die Person, die ihn bedient, so stark sein, dass sie ihn den ganzen Tag tragen kann.

Wenn Sie oder ihr Verein kein Elektrogerät besitzt, dann können Sie sich eines ausleihen beim Landesfischereiverband, dem Landratsamt oder der Flussmeisterei. Oft kann dort auch gleich ein ausgebildeter E-Fischer gebucht werden, das kostet in der Regel 50 Euro aufwärts. Wenn Sie den Antrag schriftlich stellen, kann es passieren, dass Sie lange auf die Genehmigung warten müssen. Besser ist es, Sie gehen hin oder rufen zumindest an.

Das Prinzip

Die elektrische Stromquelle ist ein Generator mit Plus- und Minuspol bzw. Anode und Kathode. In der Regel stellt ein Metallband den Minuspol dar, der im Wasser bleibt.

Der Pluspol ist oft ein metallener Kescher, der einen Sicherheitsschalter aufweist. Wenn der Generator eingeschaltet ist, der Pluspol ins Wasser gehalten und der Schalter gedrückt wird, fließt Strom, denn der Stromkreis ist jetzt geschlossen. Die Fische, die sich innerhalb des Stromkreises befinden, richten sich mit dem Kopf zur Anode aus und werden betäubt. Sie können entnommen werden und tragen keine bleibenden Schäden davon, so dass sie wieder zurückgesetzt werden können.

Persönliche Erfahrungen

  • Beim letzten E-Fischen wurden sechs Hechte von 60 cm bis 90 cm gefangen. Das war weniger als von uns erwartet.
  • Es sollten nicht mehr als maximal 6 bis 7 Personen teilnehmen (Boot und Ufer), sonst wird das Gewässer zu stark beunruhigt.
  • Bestimmen Sie einen Protokollant, der die Fischerei dokumentiert.
  • Fischen Sie nach Möglichkeit stromauf. Der Vorteil: Sie sehen, wenn Fische in den Stromkreis geraten, und das Wasser ist nicht vom Schlamm verunreinigt, wie das bei der Fischerei stromab der Fall ist.
  • Es hat sich herausgestellt, dass unser Gewässer stark strukturiert ist: An manchen Strecken gab es kaum Forellen, dagegen eine sehr starke Äschenpopulation. An anderen Stellen war es genau umgekehrt.
  • Vorhanden waren vor allem sehr kleine und sehr große Fische. Für uns ein Zeichen, dass der Kormoran zugeschlagen hatte.

Weitere Informationen

Das Internet bietet Ihnen sehr interessante Beiträge zum Thema E-Fischen. Einen der besten finden Sie hier

2 Kommentare

  • Axel diesen Bericht kannst Du auch auf meiner Facebookseite: Komoran-Problem posten, ich als alleiniger Admin werd Deinen Blog Eintrag freudig genehmigen, der Betrag passt sehr gut zum Thema der Seite.

    Fritz Raddatz
  • Hmmm. Here in the UK anyone trying electrofishing would be attacked by other anglers.. even if they had a licence to do this! We NEVER take pike or any species of fish- certainly anyone seen killing a fish would be beaten up by other anglers! The exception- trout, and even then, there are strict bag limits.

    Simon Webster

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