Von Vorfächern – Eigenversuche

Das Vorfach kann den Erfolg des Fischertages entscheiden. Welches soll ich nehmen und wie muss ich es befestigen?

Mein Freund Gerd und ich fischen nebeneinander. Der Fluss ist hier breit, daher haben wir bequem Platz und können uns sogar unterhalten. Die Strömung ist eher langsam. Wir sehen kapitale Äschen und Forellen im Wasser stehen. Dann und wann steigt eine auf und schlürft genussvoll eine Fliege ein. Obwohl wir die gleichen Trockenfliegen verwenden, bleibt bei mir der Erfolg aus. Gerd hingegen hat schon zwei Forellen gefangen. „Irgendwas machst du besser als ich!“ rufe ich ihm zu. „Ich kann einfach besser  werfen.“ seine Antwort. Ich wechsle die Fliege. Aber keine Chance. Gerd ist inzwischen mit einer großen Äsche beschäftigt.

Nach einer halben Stunde gebe ich auf – keine Möglichkeit, einen Fisch zu fangen. Genussvoll grinsend, setzt sich Gerd neben mich. „Mein Geheimnis ist das sinkende Vorfach“, gibt er endlich zu. „Dein Vorfach schwimmt, und die Fische sehen den Schatten. Probier`s aus, hier ist ein Stück.“  Drei herrliche Fische waren das Ergebnis.

Nicht die Dicke, die Schwimmfähigkeit entscheidet

Ich fische seit vierzig Jahren mit der Fliege. Meine Vorfächer waren uns sind entweder 0,14, 0,15 oder 0,16 Millimeter dick. Feinere Vorfächer sind an meinen wenig befischten Gewässern nicht nötig. Umso mehr habe ich die Diskussionen um die Stärke von Vorfächern mitverfolgt und eigene Versuche gemacht. Dabei hat sich herausgestellt, dass versunkene Vorfächern den schwimmenden klar überlegen sind. Nicht die Stärke entscheidet über den Fangerfolg, sondern ihre Sichbarkeit – sprich der Schatten, den sie nach unten Richtung Fische werfen. Liegt das Vorfach auf dem Wasser, so wirft es einen starken Schatten. Liegt es dagegen unter dem Wasser, gibt es praktisch keinen Schatten, der Fisch wird nicht abgeschreckt. Seit meinen Versuchen bin ich davon überzeugt und lasse alle schwimmenden Vorfächer daheim.

Ein Pitzenbauer-Ringerl ist ideal zum Befestigen der sinkenden Vorfächer

Sinkende Vorfächer schneiden sehr stark ein und können andere Schnüre beschädigen. Ich fische daher grundsätzlcih mit Pitzenbauer-Ringerln. Diese werden an das Ende des Haupt-Vorfachs geknotet. Vierzig Zentimeter reichen dabei aus. Wenn das sinkende Vorfach ausgetauscht werden muss, geht das einfach und schnell, sogar wenn es schon ein bisschen dunkel geworden ist. Hier ein Link zu den mir angeboteten Pitzenbauer Ringerl: Link zum Pitzenbauer

 

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Name .
.
Nachricht .

Bitte beachten Sie, dass Kommentare vor der Veröffentlichung freigegeben werden müssen